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17:00–18:30 NTGent Schouwburg, Green Room
Autor*innenbegegnung 2

Stijn Devillé (Autor, Regisseur, Theaterleiter HET NIEUWSTEDELIJK) im Gespräch mit Dirk Olaf Hanke (Drei Masken Verlag)

Recherche – Dokumentation – Fiktion

Wie kommen wir unserer gesellschaftlichen und politischen Realität nahe? Dieses Thema soll im Gespräch mit dem Autor, Regisseur und Theaterleiter des HET NIEUWSTEDELIJK Leuven, Stijn Devillé, diskutiert werden. Grundlage hierfür ist seine Trilogie HABGIER, ANGST und HOFFNUNG, die in der Übersetzung von Uwe Dethier vorliegt. Der Autor hatte die Trilogie in Leuven selber uraufgeführt. Die DSE des dritten Teils HOFFNUNG fand am 7.9.2019 am Saarländischen Staatstheater statt. Zu Beginn der Spielzeit 2020/21 wird die Gesamttrilogie in Deutschland erstausgeführt werden.

Stijn Devillé schreibt Theaterstücke, die dokumentarisch fundiert sind. Er bemächtigt sich realer Geschehnisse und fiktionalisiert diese. Dadurch gelingt es ihm, selbst komplexe Themen zu veranschaulichen. In seinen gesellschaftspolitischen Stücken geht es immer darum, die Strukturen, die einem Phänomen zugrunde liegen, zu thematisieren. Im Fall von HABGIER, ANGST und HOFFNUNG sind das die Verflechtungen, die zur Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009 führten.

Neben der Thematik des Textes, soll auch über die Arbeits- und Produktionsweise am HET NIEUWSTEDELIJK Leuven gesprochen werden.

Moderation: Dirk Olaf Hanke (Drei Masken Verlag)

In Kooperation mit dem VDB

Stijn Devillé wurde 1974 in Belgien geboren.

Er studierte Zeitgenössische Literatur an der University of Leuven und der Université d’Avignon et des pays de Vaucluse sowie Regie an der Brussels Art School RITCS.

Aktuell ist er als Intendant am HET NIEUWSTEDELIJK, dem Stadttheater von Leuven, Hasselt und Genk, tätig. Zuvor war er Regisseur der Musiktheatergruppe Braakland/ZheBilding sowie Kurator des TAZ#festival in Ostend.

Weitere Wirkungsstätten sind und waren das KVS Brussels, das Theater Utrecht, das t.arsenaal Mechelen, das Theater Antigone Kortrijk, das Bronks Jeugdtheater Brussels, u. a.

Stijn Devillé wurde mehrfach, auch international, mit Preisen und Stipendien für seine Werke ausgezeichnet. So ist er Stipendiat der Flämischen Stiftung für Literatur und erhielt u. a. 2009 für HITLER IST TOT den Taalunie Toneelschrijfprijs. 2016 wurde das Stück LENI & SUSAN mit dem Publikumspreis beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet. Stijn Devillé lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Leuven.

 

Dirk Olaf Hanke begann seine dramaturgische Tätigkeit 1988 am Schlosstheater Moers an. Weitere Engagements führten ihn an das Nationaltheaters Mannheim, das Stadttheater Konstanz, das Oldenburgischen Staatstheater, das Hans Otto Theater Potsdam sowie die Landestheater Coburg und Bregenz. Von 2004-2008 war er Schauspieldirektor und Chefdramaturg des Stadttheaters Gießen, von 2009-2014 Schauspieldirektor des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen. Ferner war er für verschiedene Theaterfestivals wie dem Europäischen Kinder- und Jugendtheatertreffens TRIANGEL, dem Autoren-Festival NEUE SZENE 2000 und dem Coburger Autorenforum für junge Dramatik, tätig.
Seit Dezember 2016 ist Dirk Olaf Hanke Verlagsleiter des Drei Masken Verlags in München.

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