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17:00–18:30 NTGent Minnemeers
Impuls und Gespräch

Tobias Herzberg und Laura Paetau

Queering the Institutions

Stadt- und Staatstheater als Institutionen zu queeren bedeutet für Tobias Herzberg, die Auseinandersetzung mit Themen und Ästhetiken mit einem Nachdenken über Produktionsweisen zu verbinden, statt diese Felder künstlich zu trennen. Es bedeutet, sich als Programmverantwortliche immer wieder zu fragen: Wer spricht? Aus welcher Position wird erzählt? Und aus welcher nicht? Dafür muss der Blick ins Publikum gerichtet werden: Wer ist hier? Und wer nicht? Wer kommt gar nicht erst? Und warum?

Queer kann als Begriff, als Denk- und Arbeitsweise katalysierend wirken: queer zu denken heißt kritisch – auch unbedingt selbstkritisch! – zu sein. Es heißt, sich der normativen Konstruiertheit von Darstellungsweisen und Dramaturgien bewusst zu werden – der Gewalt der Auslassung, die jedem Storytelling innewohnt. Und: damit zu spielen. Dafür sind wir am Theater.

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