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14:30–16:00 Oper Gent, Foyer Lully
Paneldiskussion zur Politik von Kulturförderung

Janina Benduski (BFDK), Barbara Gessler (Europäische Kommission/Creative Europe), Jan-Philipp Possmann (Zeitraumexit), André Wilkens (European Cultural Foundation)
Moderation: Marc Grandmontagne (Deutscher Bühnenverein)

Wem gehört die Kunst?

 

Die Debatte darüber, welche Kunst nach welchen Kriterien gefördert wird, wird traditionell zwischen Künstler*innen und Kulturinstitutionen auf der einen und Fördergremien, Politiker*innen, Geldgebern auf der anderen Seite geführt. Zu oft ist diese Debatte eine über den Kulturabbau, über den Kampf ums Überleben einer Kulturszene oder – in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und politischer Extremisierung – eine um die ideologische Nutzbarmachung von Kunst. Und die Entscheider*innen darüber, welche Kunst gefördert wird – oder wie die Fördergelder eingesetzt werden – sind weit weniger divers als die Gesellschaft, die sie eigentlich repräsentieren sollten. Wer in dieser Debatte fast vollständig fehlt, sind die Zuschauer*innen, die „Nutzer*innen“ von Kunst und Theater. Zwar werden sie in bereits bestehenden Kunstprojekten oder Institutionen mehr und mehr beteiligt, durch partizipative Projekte, Bürgerbeiräte, Stadtensembles und vieles mehr – aber eine sinnvolle Debatte mit den Bewohner*innen einer Stadt, einer Region darüber, welche Kultur sich diese wünscht oder braucht, wird nicht geführt. Wie könnte ein solches Gespräch aussehen? Wie würde es die Debatte um die Kulturförderung verändern? Wie könnten Partizipationsprozesse in der Stadtentwicklung und die Weiterentwicklung einer Kulturszene ineinandergreifen?

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